Neu: Kinovorschau

2. März 2009

Seit neuestem auf dieser Seite oben rechts zu finden: Ständig aktualisiertes Kinoprogramm!

Frohe Weihnachten!

24. Dezember 2008

Ich wünsche Euch allen frohe Weihnachten, schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins Jahr 2009 !

Das Super-Talent (oder so)

26. Oktober 2008

Gut, seit der letzten Staffel erwarte ich weder anspruchsvolle Unterhaltung noch charmanten Witz von dieser Sendung, aber das, was gestern Abend auf den Zuschauer niederprasselte, grenzt an Körperverletzung! Wären nicht doch spärlich gesät Leutchen mit Begabung aufgetaucht (gesonderten Dank an den Kugelmann, den Queen-Interpreten und Miss Little Hammerröhre), hätte man meinen können, dem Ergebnis einer nuklearen Katastrophe beizuwohnen anstatt einer Talentshow.
Kaum den Fernseher eingeschaltet, rumpelt schon ein bebrillter Gnom aus den Schweizer Alpen auf die Bühne, klemmt sich Omas ausrangierte Kauleiste zwischen die Lippen und quietscht wie ein Schwein, dem man mit einem Glätteisen den Ringelschwanz bügelt. Dann gibt es einige kleine Einlagen „Kinderquatsch mit Michael“, gefolgt von der Seniorenvariante, in der ein altes Muttchen „Ein bisschen Frieden“ kreischt (schleich langsam in Richtung Ausgang und wir stellen umgehend die Kriegshandlungen ein!!!).
Für mich eigentlich bereits Grund genug, Deutschland zu einer weitestgehend talentfreien Zone zu erklären. RTL setzt noch einen drauf! Der Genfer Konvention zum Trotz werden wir gequält, was das Zeug hält: Zwei gewaltige Wuchtbrummen hüpfen zu den schauerlichen Klängen von DJ Bobo über die (hoffentlich extrem stabilen) Bretter, die das Grauen bedeuten. Ein unterernährter Jüngling mit blonden Flusen schmeißt sich in Pose und glaubt (wegen seiner Ähnlichkeit zu Giselle Bündchen?!) das nächste Topmodel zu werden, obwohl ihm eindeutig jemand den Arsch aus der Hose geklaut und ihn dafür auf seinen Hals transplantiert hat. Die stark ergrauten Kumpels von Turnvater Jahn schwingen sich übers Reck, landen zwischendurch auf ihren vier Buchstaben und beweisen damit, dass Fitness und Rente sich nicht gegenseitig im Weg stehen müssen (und, dass ein hautenger Sportdress vielleicht nicht für jeden geeignet ist…). Es ertönt ein schauerliches Liebeslied, bei dem sich die Fußnägel nicht nur aufrollen, sondern abfallen und versuchen, zu flüchten. Um dem Ganzen das Sahnehäubchen zu verpassen, hackt ein fehlgeleiteter Bruce-Specht geschätzte 125mal auf seinen Buzzer ein und denkt, das wäre komisch. Ist es nicht!!!
Ich habe selten so gelitten und werde mit Vergnügen all meine Schandtaten gestehen (selbst die, die ich gar nicht verbrochen habe), wenn ich nur nie wieder dermaßen gefoltert werde.
PS: Zur Frage, warum man sich das überhaupt antut: Bei dieser Sendung verhält es sich wie bei einem Autounfall. Es jagt einem eine Gänsehaut über den Rücken, aber man kann irgendwie nicht wegsehen (und hofft ständig, dass es doch noch besser wird).

McLeods Töchter - Nachruf

16. Oktober 2008

O.K., vielleicht wirkt es etwas unpassend einen Nachruf auf eine Serie zu schreiben, die immer noch läuft. Für mich allerdings ist sie gestorben und das hat sie sich selbst zuzuschreiben. Verfolgte ich früher begeistert die Beziehungsreigen, Intrigen und Abenteuer der australischen Nachfahrinnen des zeugungsfreudigen Mister McLeod, sitze ich nun enttäuscht vor der Flimmerkiste.
Die neue Staffel verfügt leider über keinerlei Charme mehr und nachdem der gute Alex in einer der letzten Folgen brutal von einem gemeinen Baum erschlagen wurde, hat sich die Urbesetzung (und ein Großteil der Mittelbesetzung) in Luft aufgelöst.
Klar, verständlicherweise möchten die Darsteller nicht ihr Leben lang durch das australische Outback reiten und somit bleiben Wechsel nicht aus (kein Problem bei all den Geschwistern, Halbgeschwistern, Cousinen und Ähnlichem, die bei Bedarf spontan auf der Bühne erscheinen). Seit Ende der vorhergehenden Staffel und zu Beginn der jetzigen Staffel tauchen aber am laufenden Band neue Gesichter auf, während die Bekannten sich zeitgleich verkrümeln. Und kaum sind sie da entspinnen sich schon dramatische Lovestorys und persönliche Wirren, zu denen mir eigentlich nur eines einfällt: Ich kenn dich noch nicht lange genug, als dass mich das interessieren würde!
Außerdem grenzen die tragischen Geschichten langsam wirklich an Zumutung. In einer einzigen Mini-Stadt können doch nicht ständig Leute ertrinken (goodbye Riley), von Hügeln in den Abgrund stürzen, mit Medikamenten vollgepumpt bei Autounfällen sterben, von morschem Gewächs zerquetscht oder weiß Gott wie ins Jenseits katapultiert werden!!! Sollen wir Zuschauer Depressionen bekommen?!
Also auf Wiedersehen, du meine ehemals geliebte Serie.

Promi-Sonderwünsche

9. August 2008

Immer wieder lese ich gemeine Schmähartikel in Zeitschriften und Boulevardblättchen, die über die Sonderwünsche einiger Promis herziehen. Sie reisen nur mit ihrem kompletten Gefolge, bestehend aus mindestens 10 Stylisten. Andere lassen sich das teuerste Mineralwasser extra einfliegen oder bestehen auf mehreren Blumensträußen in ihrer Unterkunft. Für wieder andere muss rund um die Uhr ein Pilot startbereit sein oder sie betreten einen für sie reservierten Raum nur, wenn er auch genau die gewünschte Temperatur hat.
Ich finde es niederträchtig, über diese kleinen Spleens zu meckern. Nein, es ist geradezu schändlich, denn meiner Vermutung nach können die Promis gar nicht dafür. Sie sind aufgrund des Gruppenzwangs fast schon verpflichtet, sich wie verzogene Gören zu benehmen. Man stelle sich zwei Schauspielerinnen vor, die über sich über ihre jeweiligen Sonderwünsche unterhalten. Sagt die eine: „Ich erkläre mich nur dann zu öffentlichen Auftritten bereit, wenn mir ein persönlicher Chauffeur zugesagt wird. Und du?“ Sagt die andere: „Ich habe keine Sonderwünsche.“ Sagt die Erste: „Na, dann bist du nicht prominent. Warum unterhalte ich mich überhaupt mit dir?!“
Tja, ein Teufelskreis, aus dem es kein Entrinnen gibt. Traurig, nicht wahr?!

Zeichentrick- und Animationsfilme

14. Mai 2008

Dieses Genre wird bisweilen leider immer noch belächelt und nicht ganz ernst genommen, dabei sind Zeichentrick- und Animationsfilme bei Weitem nicht nur etwas für Kinder – einige davon sollte man ihnen auch nicht zumuten. Aus diesem Grund widme ich ihnen diesen Artikel und möchte einige meiner Favoriten vorstellen. Selbstverständlich reine Geschmackssache (und den einen oder anderen habe ich mit Sicherheit vergessen).

 Aus dem Bereich der als kindisch verpönten Streifen:
1) Bambi (selbst als Fan von eher härteren Filmen wie Hannibal oder Angel Heart schmelze ich auch heute noch dahin, wenn das niedliche Stinktier den Namen Blume erhält).
2) Cap und Capper (die herzergreifende Freundschaft zwischen einem Fuchs und einem Jagdhund, die getrennte Wege gehen müssen. Schnief!!)
3) Findet Nemo (muss man dazu noch was sagen?!)

 Aus dem Bereich Fantasy:
1) Das letzte Einhorn (ein absoluter Klassiker, den man gesehen haben muss)
2) Der Herr der Ringe (leider wurde nur der erste Teil verfilmt und selbst der ist mittlerweile in Vergessenheit geraten)

3) Titan A.E. (rotzfreche Sprüche und eine neue Erde namens „Bob“)

4) Final Fantasy (die Figuren sind so lebensecht, dass man sie beinahe für echte Schauspieler halten könnte und die Story ist wirklich ausgefallen)

 Aus dem Bereich, für den mir keine Überschrift einfällt:
1) Walhalla (besonders interessant für alle, die eine Schwäche für nordische Mythologie haben)
2) Wenn der Wind weht (ein anstrengender, aber rührender Film, über ein Ehepaar nach dem Atombombenangriff)

Warten auf den Wahnsinn

28. Februar 2008

Eigentlich ist es wieder an der Zeit für Nonsens aus der Musikindustrie. Genau genommen müsste längst eine Welle kollektiven Andriftens in den Startlöchern stehen.
Verwirrt? Kein Wunder! Also, wovon ich spreche, sind Lieder aus einem Bereich der Klänge, die es unter normalen Umständen nicht einmal unter die Top 100 der Charts schaffen würden, aus unerfindlichen Gründen aber bis ganz an die Spitze durchstarten. Diese Ausgeburten der Tonhölle erklingen dann aus sämtlichen Radios und werden (sogar nüchtern) bei jeder Gelegenheit mit ungebrochener Begeisterung geträllert. Immer noch keine Ahnung, wovon ich rede? Ich meine Hüttenmadl, die ihre dicken Wadln vorzeigen sollen, das nervige Schnappy-Krokodil oder den unsterblichen Holzmichel.
Nach meiner Berechnung steht die Sternkonstellation äußert günstig, um 2008 ein solches Monster hervorzubringen. Den Versuch mit Fli-Fla-Flocke (einem sinnfreien Liedchen über das –zugegeben süße – Eisbärbaby) kann ich dabei leider nicht berücksichtigen. Erstens ist es nur ein Abklatsch und zweitens hat es keinen Erfolg.
Möglicherweise wird es wieder etwas aus der Volksmusik-Abteilung. Schlager können meist aufgrund ihrer schmalzschleimigen Grundtendenz nicht ganz mithalten. Lassen wir uns überraschen………..
   
PS: Beim Knuddel-Schnuffel-Karniggel habe ich ein ganz gutes Gefühl, fehlt aber noch ein bisschen was………

Erstes Big Brother Fazit

19. Februar 2008

Seit einigen Wochen nun läuft die heiß ersehnte neue Staffel von Big Brother und es ist an der Zeit ein erstes Fazit zu ziehen. Positiv fällt es leider nicht gerade aus. Bislang zeichnet sie sich nämlich vor allem durch Langeweile und farblose Kandidaten aus.
Da haben wir beispielsweise Lady Rebecca, die irgendwo zwischen Mond und Pluto in ihrer eigenen Sphäre schwebt und gefühlte drei Stunden braucht, ehe sie eine Frage beantwortet. Durch energisches Auftreten zeichnet sich auch Anki nicht unbedingt aus, die wie eine vertrocknete Zimmerpflanze lustlos ihre Pickel in die Kamera hält – wenn sie nicht gerade in ihrem monotonen Singsang lästert (hat sich mittlerweile dank gezielten Flugscheins ja erledigt). Von dem bayrischen Österreicher Alex und der Stripperin mit Vorbildung Isi bekommt man insgesamt auch ziemlich wenig mit. Alles nur Geblubber ohne Mehrwert!
Ganz zu schweigen von dem depressiven Trio Infernale: Hassan will Naddel, Naddel hängt an Exfreund, Kevin will auch Naddel und Naddel kapiert gar nichts. Und wenn noch einmal die Rede von Tick, Trick, Track, Baum, Wolke und Co ist, verklage ich RTL2 wegen Körperverletzung.
Und dann wird zudem noch Bianca, der Störenfried Nummer eins, gleich zu Beginn aus dem Haus geworfen – was soll das? Ich will Action, Streit, Missgunst und Unterhaltung! Gut, die Berliner Schnodderschnauze Melly hat ganz gute Ansätze, aber das reicht bei Weitem nicht. Und die Neuzugänge sind der Witz. Wo sind Typen wie Christian, Eddy oder meinetwegen Dr.Horror? So wird das auf Dauer nichts.

DSDS und Dieter Bohlen

12. Februar 2008

Heute möchte ich Lanze für den guten Dieter Bohlen brechen, dem ja in letzter Zeit verstärkt seelische Grausamkeit gegenüber DSDS-Kandidaten vorgeworfen wird. Wäre ich Rechtsanwalt, würde ich auf Notwehr plädieren, denn so manches Geräusch, das sein dazugehöriger Klangkörper scherzhaft als Musik bezeichnet, grenzt eindeutig an Körperverletzung.
Da finden sich Hunderte oder genauer Tausende von schrägen Vögeln ein, die mit Leichtigkeit Panzerglas totsingen und hoffen auf die große Karriere. Dabei würde man vielen sogar raten nicht einmal im heimischen Badezimmer zu trällern, weil sonst die Gefahr bestünde, dass sich die Kacheln aus Verzweiflung in den Abgrund stürzen. Trotzdem besitzen diese schwarzen Talentlöcher erstaunlicherweise so viel Selbstbewusstsein, sich allen Ernstes mit Madonna oder Mr. Knackarsch Williams zu vergleichen. Wer ist dann schon imstande, einen bösen Kommentar zurückzuhalten?
Außerdem bereichert Dieter Bohlen so ganz nebenbei auch den deutschen Wortschatz um kreative Neuschöpfungen. Bei der schleichenden Verarmung unserer Sprache sollte ihm speziell dafür die angemessene Anerkennung zukommen.
PS: Die schauspielerische Leistung der Kandidaten sollte vielleicht separat beurteilt werden. Der ein oder andere Zusammenbruch ist wirklich fernsehreif, geht aber in dieser ganzen Singerei völlig unter (wie wäre es mit einer B-Note für Ausdruck und Dramatik?).

The Next Uri Geller

6. Februar 2008

Als Erstes muss ich vorausschicken, dass ich zwar von Uri Geller bereits vor dieser Show gehört habe, aber nicht zu der Generation gehöre, die ihn in seiner Glanzzeit am Bildschirm bewundert hat. Ich bin in dieser Hinsicht also relativ unbefangen. Meine Meinung habe ich mir allerdings schon gebildet und die fällt ausnahmsweise nicht eindeutig aus.
Auf Uri Geller selbst hätte Pro7 gerne verzichten können. Der Mann besitzt etwa soviel Charisma wie seine Löffel, die er mit wachsender Begeisterung verbiegt. Und bisher hat keiner seiner Tricks wirklich gegriffen – zumindest bei mir nicht. Ich kann mir den Mund fusselig schteimen, schaloschen und was sonst noch, es fliegt nichts durch die Gegend oder bewegt sich auch nur einen Millimeter. (Nur der tote Wecker von meinem Papa funktioniert wieder – wenigstens etwas). Noch dazu quält er uns ständig mit seinem sozialen Gott-Komplex und Anti-Raucher-Kampagnen. Muss wirklich nicht sein.
Die Kandidaten würde ich in drei Lager einteilen: die Langweiligen, die Unterhaltsamen und die Jahrmarktsgaukler. Die erste Gruppe (wie der Samurai oder Lord „Ich häng mich mal kurz auf“) ist größtenteils schon eliminiert und ich kann mich auf die Letzten beiden konzentrieren. Russisch Roulette von unserem geistig verbundenen Pärchen oder ähnlicher Mist lockt nun wirklich niemanden mehr hinter dem Vorhang hervor und der Rausschmiss dürfte gerechtfertigt gewesen sein. Nummern wie das Lächeln der Mona Lisa oder ein Farid, der vorhersagt, wo ihn Farbkugeln treffen, dagegen können den Zuschauer durchaus in Erstaunen versetzen. Auf die Nagelpistole am Kopf hätte Letzterer aber in der vergangenen Sendung verzichten sollen. Unnötige Dramatik, die jedoch zumindest Uri Geller für sein Lebensmotto „Rettet die Kinder“ geschickt nutzen konnte.
Wie auch immer, die Show ist nett gemacht und bietet einen gewissen Unterhaltungswert (selbst wenn überall schon Enttarnungen der Tricks im Netz kursieren – man muss sie ja nicht lesen). Ich persönlich jedenfalls drücke meinem Favoriten kräftig die Daumen. Wer das ist? Obwohl es zu einigen verdrehten Augen führen wird, gestehe ich hier: Es handelt sich um Vincent Raven, den Rabenvater mit Hang zum Jenseits. Er ist vielleicht nicht der beste Mentalist (oder Zauberkünstler), aber ihm nehme ich sogar teilweise ab, dass er an das glaubt, was er erzählt – und Leute mit einem schrulligen Dachschaden sind mir irgendwie sympathisch.
Und um in die richtige Stimmung zu kommen: Siehe Schleichwerbung unten