S.C.A.R.E (PC) - Oioioioioi

11. August 2009

Ein Point & Click Grusel Adventure, das seinen Namen nicht wirklich verdient hat. Dabei beginnt die Story durchaus vielversprechend. Der Held der Geschichte beißt bei einem Unfall ins Gras und landet vor einer Art Unterwelt-Tribunal, wo er darüber informiert wird, dass er jetzt ein Geist ist. Außerdem soll er einen Auftrag erfüllen, nämlich in einer Forschungsstation nach dem Rechten sehen, weil wohl einige Seelen ausbleiben, die im Jenseits erwartet werden.
Von der Seilbahnstation, die zum eigentlich Zentrum der Aktivitäten führt, geht es dann los. Wir untersuchen, wie lösen Rätsel und kombinieren Gegenstände. Da wir ja ein Geist im Totenlaken sind, funktioniert das ein bisschen anders als sonst, nämlich über Geisterfähigkeiten wie Telekinese und ähnliches, die im Laufe der Zeit mehr werden. Klingt immer noch gut.
Kommen wir zum ABER! Zunächst einmal beschränkt sich die Kulisse zu 90 Prozent auf die Forschungsstation mit ihren grob sieben Räumen. Etwas wenig für ein solches Adventure würde ich sagen. Die Gruselatmosphäre beläuft sich zudem auf annähernd Null. Hier ein Blutfahrer, dort ein wenig Angst einflößender Geisterportier und fertig. Einige der Aufgaben sind darüber hinaus so stussig, dass man wirklich viel Fantasie braucht und darauf zu kommen. Ich denke da zum Beispiel an die Szene, in der man ein Glühwürmchen nach dem anderen mit Elektroschocks bearbeiten muss, damit sie ein gelähmtes Häufchen ergeben. Sinn der Sache ist die Erlangung der neuen Fähigkeit Geisterlicht.
Wie gesagt: Oioioi. In ein Gruseladventure gehören einfach keine Glühwürmchen und auch keine die Zukunft voraussagenden Marienkäfer. Und noch ein Tipp: Ratten in einem Minigame mit einem Ziegelstein erschlagen, mit einem rauchenden Spind quatschen und ein schleimiges Mutantenmonster jagen nicht einmal dem größten Weichei Schauer über den Rücken.
Ich würde sagen, dieses Spiel ist ein glatter Reinfall. Nicht zuletzt auch aufgrund der lieblosen Grafik, die ständig auf Standbilder zurückgreift, und der einfallslosen Handlung.

Vampire World (PC)

18. April 2009

Ein Game aus dem Grusel-Genre, das eine Mischung aus Point & Click Adventure und Rollenspiel bietet. Der Spieler schlüpft in den Charakter des glatzköpfigen Vampirs Bernard, der unheimlichen Vorgängen innerhalb der Vampirgesellschaft auf der Spur ist. Dabei erinnert der Aufbau stark an Vampire – the Masquerade.
Es gilt spezielle Aufträge auszuführen, die Bernard im Laufe des Spiels nacheinander übertragen werden, und zu überleben. Dabei müssen immer wieder Gegenstände gefunden, kombiniert und zur Erfüllung des Auftrags herangezogen werden. Auch Kämpfe warten auf unseren unerschrockenen Helden, bei denen Kombinationsgeschick gefordert ist. Und für all das erhält unser Unsterblicher Punkte, die seine Stärke oder Willenskraft erhöhen. Um hier allerdings keine Missverständnisse aufflammen zu lassen, Vampire World würde ich als unterhaltsam bezeichnen, an Vampire- the Masquerade reicht es aber nicht einmal annähernd heran. Warum?
Erstens präsentieren sich die Kämpfe im Final Fantasy Stil, das heißt als Spieler hat man relativ wenig Einfluss darauf. Klar, mit der richtigen Ausrüstung und Hilfsmittelchen wie Anabolika oder dergleichen, greift man schon irgendwie ein, doch ein wirklicher Kampf ist das nicht, wenn man nur dasteht und abwartet.
Zweitens sind die Abläufe einfach zu vorhersehbar (die Kette kann nur mit Kettensäge geöffnet werden, da läuft einer mit Kettensäge herum, ich muss den Kerl mit Kettensäge töten, etc. etc.).
Drittens braucht es eine Menge Liebe zum Detail, um eine Atmosphäre wie in Vampire – the Masquerade zu schaffen. Zwar ist die Kulisse in Vampire World nicht übel, aber es fehlt doch merklich an Einfallsreichtum und vor allem an tauglichen Nebencharakteren. Eine wirkliche Story in dem Sinne gibt es ohnehin nicht (oder sagen wir mal sie geht im Spiel irgendwie stark unter).
Positiv dagegen fällt auf, dass sich die Dialoge nur auf das nötigste Beschränken und man nicht ewig zugetextet wird, ehe man weitermachen kann.   Insgesamt würde ich sagen, dass Vampire World für den seichten Spielspaß zwischendurch geeignet sein dürfte, für mehr jedoch nicht.

X-Men III / X-Men 3 (DS) - Pfui

18. April 2009

Heute ein Beitrag aus der Kategorie: Es gibt bessere Wege, sein Geld aus dem Fenster zu werfen. Gewinner der Trophäe: X-Men III – das offizielle Game zum Film.
Grundsätzlich kann man bei solchen Spielen von vorneherein nicht allzu viel erwarten, aber dieser Blindgänger toppt wirklich alles. Null Idee, null grafische Umsetzung und ein Neupreis (knapp 50 Euro), der einem die Schuhe auszieht. Hier ging es eindeutig nur darum, den Hype des Filmes auszunutzen und auf die schnelle irgendetwas zusammenzustöpseln.
Was man von dem Spiel zu erwarten hat: Winzige kaum als Menschen zu identifizierende Figuren, die nichts anderes machen, als weitere winzige Figuren und Gegenstände zu zerstören. Oh falsch! Sie sammeln auch noch (spannend, spannend) kleine Vierecke ein, die Punkte oder Lebensenergie bringen.
Nix für ungut, aber dagegen wirken die Mario Brothers wie der Schritt ins 22.Jahrhundert! Mehr will ich dazu gar nicht sagen, denn jede weitere Zeile wäre glatte Verschwendung.

Neues Element

2. März 2009

Auf der rechten Seite habe ich eine Direktsuchfunktion für Cheats und Lösungen eingebaut. Wer weiß, wann man das mal brauchen kann. Viel Spaß damit!

Dark corners of the earth (PC)

11. Februar 2009

Bei dieser kleinen Mischung aus Survivalgame und Ego-Shooter handelt es sich um ein Spiel aus dem Horrorbereich, das sich stark an H.P.Lovecrafts Klassiker „Schatten über Innsmouth“ anlehnt.
Diese Tatsache hat mich als Daddler vor ein Problem gestellt: Erstens ich hasse Surivalgames /Ego-Shooter und zweitens ich liebe das Horrorgenre. Weil ich das mit dem Geballere nicht wusste, sondern mich eigentlich auf eine Mischung aus Rätsellösen und Nur-bei-Bedarf- Bösewichte-erschießen eingestellt hatte, landete es doch irgendwann auf meiner Festplatte. Was mich wiederum zu einer zwiespältigen Beurteilung führt. Ich fange mit dem Negativen an: Für jemand wie mich, der sich in diesem Genre nicht zuhause fühlt, wird es schnell nervig andauernd von irgendwelchen froschgesichtigen Irren durch die Pampa gejagt zu werden – zumal in den Phasen des Spiels, in denen ich unbewaffnet bin. Klar, zwischendurch hat es sicher einen amüsanten Effekt, den degenerierten Einwohnern von Innsmouth das Hirn wegzupusten (und im Laufe der Zeit habe ich sogar eine ziemliche Zielgenauigkeit entwickelt), aber auf Dauer ist das einfach nicht mein Ding. Die Rätselanteile kommen dagegen sehr minimalistisch daher. Im Grunde beschränken sie sich darauf, Safes zu öffnen und kaputte Maschinen zu reparieren. Sehr enttäuschend und popelig.
Jetzt zum Positiven: Was den Gänsehautfaktor betrifft, erhält das Game die volle Punktzahl. Die Kulissen (von Innsmouth über die Marsh Raffinerie bis hin zum Schiff Urania) lassen das Herz jedes Horrorfans höher schlagen. Sie sind düster, gruselig und detailreich gestaltet. Außerdem wurde mit Blut und Leichenteilen wahrhaftig nicht gespart. Gut, die Einwohner bestehen lediglich aus einer Handvoll verschiedenen Figuren und haben nicht wirklich Persönlichkeit, aber sie sind sowieso degeneriert und froschgesichtig, da spielt das keine große Rolle.
Was heraus sticht: Unser Held der Geschichte, Privatdetektiv Jack Walthers, dessen Part wir aus der Ich-Perspektive übernehmen, ist kein statischer Charakter. Das heißt sein Gesundheitszustand (geistig und körperlich) ist nicht allein in Form einer Statusanzeige ersichtlich, sondern wir erleben ihn mit. Soll heißen, wenn er einen Schlag abbekommt, sehen wir Blutspritzer am Bildschirm. Blickt er in eine Schlucht, verschwimmt das Bild (er hat Höhenangst!!!). Und wird er mit Erschreckendem konfrontiert (oder von uns mit zu viel Morphium vollgepumpt. Grins!) kann es schon mal passieren, dass er flüsternde Stimmen hört.
   
Fazit: Bis auf den Wermutstropfen, dass man als Spieler eigentlich permanent auf der Flucht ist, ein gelungenes Game, das vor allem mit seiner Stimmung überzeugt.
Tipps: Lasst den guten Jack nicht unnötig von zu großer Höhe plumpsen, der Kerl ist manchmal ein ziemliches Weichei. Ist er zu stark verletzt, um ein Hindernis zu überwinden, können hier (ausnahmsweise und in Maßen!) Drogen die Lösung sein. Ich empfehle grundsätzlich den Modus Pfadfinder (für Baller-Legastheniker) und in Notfällen den Blick auf die englische Komplettlösung. Zudem würde ich den Helligkeitsgrad auf das Maximum von 10 stellen. Das trübt zwar den Gruselfaktor ein bisschen, erspart es einem aber fünfmal an einer Tür vorbeizurennen, weil man sie bei der trüben Beleuchtung einfach nicht erkennt.

Ankh (DS) - Enttäuschend

3. Februar 2009

Als dieses nette kleine Spiel für den DS angekündigt wurde, habe ich mich wirklich gefreut. Schwarzer Humor und ein klassisches Point & Click Adventure, da dachte ich kann nicht viel verkehrt dran sein.
Sobald es also käuflich zu erwerben war, landete es in meiner tragbaren Konsole. Die Enttäuschung war leider groß.
Zunächst einmal strotzt dieses Game nur so vor Bugs. Ständig musste ich mich fragen, ob ich einfach zu doof bin oder ob ich mal wieder fälschlicherweise zuerst in der Nase gebohrt und dann erst mit dem Gefangenen gequatscht habe. Ein, zwei Bugs o.k., aber die Menge hier geht echt zu weit!
Nun zum Spiel an sich. Die Grafik ist ganz gut und die Geschichte nett gemacht. Und ich meine nett. Wirklich schwarzen Humor konnte ich nämlich kaum erkennen. Nach dem einleitenden Spruch der Mumie „sechs kaputte Amphoren geben einen Verweis, sieben einen Todesfluch“ ging die Story bestenfalls in Mittelmäßigkeit über. Wer sich nicht vor Lachen ausschüttet, wenn Assil zum Nasenloch einer Sphinx herauskullert, (und ich hoffe wirklich, dass niemand, der das hier liest, einen so flachen Humor hat) wird also wenig zu lachen haben. Außerdem macht es einem die miniaturhafte Darstellung hin und wieder richtig schwer, weiter zu kommen (ohne Lösung), weil manche Gegenstände mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind. Da hilft nur blindes Grapschen.
Oh, und übrigens: Nicht wundern, wenn sich die Protagonisten hin und wieder weigern, bestimmte Tätigkeiten auszuführen, obwohl sie es sollten. Wenn man das an der richtigen Stelle ignoriert, machen sie es trotzdem (Rätsel in der Pyramide: Ich spiele meine Flöte nicht, bla bla bla - und sie tut es doch!). Und nicht von unnützem Inventar verwirren lassen. Wir schleppen so Einiges mit, das nie zur Anwendung kommt.
Fazit: Kann ich nicht wirklich empfehlen. Der Skarabäenkönig möge mir vergeben.

Baphomets Fluch 2.5 (PC) - Super!

21. Januar 2009

Das Fangame steht nach ca. 8 Jahren Entwicklung zum kostenlosen Download bereit. Da es ja kostenlos ist, müsste ich gar nichts weiter schreiben, bei gratis kann man schließlich wenig verkehrt machen. Ich tue es trotzdem – und das mit Vergnügen.
Die Story: Absolut Baphomet würdig. Wir jagen mal wieder die Neotempler, die mal wieder die Vernichtung der Welt ins Auge gefasst haben (hartnäckig die Jungs!). Allerdings ist das übliche Szenario mit einigen aufregenden Gewürzen wie der Frage, ob Nico eine Verräterin sein könnte, gespickt. Natürlich dürfen wir uns ebenfalls über den typischen George-Humor freuen.
Die Grafik: Mit viel Liebe gemacht. Besonders schön finde ich persönlich, dass bereits bekannte Orte mit eingebunden wurden, und, dass wieder die 2-D-Optik zum Einsatz kam. In Teil 4 wollten uns die Macher ja mit 3-D überzeugen, aber das hat einfach nicht den gleichen Charme wie der Comic-Style. Was die Ausarbeitung betrifft, so sieht man natürlich schon einen Unterschied zu den Originalen. Dennoch muss sich niemand hinter professionell erstellten Games verstecken. Wenn ich da an S.C.A.R.E oder Ähnliches denke,……….da ist, weiß Gott, auch nicht alles perfekt.
Meine grafischen Highlights: Eindeutig das Flugzeug und die entgleisende Bahn.
Mein Story-Highlight: Armandos Arsch und die Coladose.
Fazit: Holt euch das Game!

 Zum Abschluss: Ein dickes Lob und einen fetten Dank an das Team von mindfactory!!!!

Frohe Weihnachten!

24. Dezember 2008

Ich wünsche Euch allen frohe Weihnachten, schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins Jahr 2009 !

Castlevania - Dawn of Sorrow (DS)

16. Oktober 2008

Ein Spiel, das sich zu Unrecht meist ganz weit unten auf den Hitlisten einreiht (was natürlich den Vorteil hat, dass es bei E-Bay und Konsorten zu einem Spottpreis zu bekommen ist). Zugegeben, bei Castlevania – Dawn of Sorrow handelt es sich um ein relativ simples Game, bei dem es gilt durch die Gegend zu hüpfen, zu springen, zu kämpfen und Monster zu besiegen. Hat man sich erst einmal an die Handhabung gewöhnt, macht das Ganze aber jede Menge Spaß.
Kämpfen lässt sich dabei nicht nur mit diversen Waffen von Schwert bis Pistole, sondern auch mit Seelen, die es dem Hauptcharakter ermöglichen, Zombies zu beschwören, zu fliegen oder Lichtstrahlen zu verschießen. Laut Gerüchten soll es sogar drei verschiedene Finale geben – kann ich allerdings nicht bestätigen, da mir der nötige Ehrgeiz fehlt nach dem letzten Gegner (und dem Abspann) weiterzumachen.
Ich möchte also für ein wenig Milde das Spiel betreffend plädieren. Es ist bei Weitem nicht so schlecht wie sein Ruf. Wer nicht allzu viel innovative Ideen erwartet, sondern sich mit der kriegerischen Variante der Super Mario Brothers anfreunden kann, wird nicht enttäuscht werden (und schont seinen Geldbeutel).

Longest Journey (PC)

28. Juli 2008

Ein Adventure-Game, das regelmäßig super abschneidet und von allen Seiten größtes Lob erhält. Tja, dann leide ich wohl unter Geschmacksverirrung, denn ich kann mich damit beim besten Willen nicht anfreunden.
Aber zunächst das Positive: Die Grafik ist gelungen und wirklich mit Auge auf Details entwickelt. Die Story ähnelt schon fast einem Fantasyroman und wird durch zahlreiche liebevoll zusammengestellte Charaktere unterstützt. Der Spieler schlüpft in die Rolle von April die zwei Welten (Stark, die Welt der Technik und Arcadia, die Welt der Magie), die unterschiedlicher nicht sein könnten vor dem Untergang bewahren muss, indem sie das Gleichgewicht rettet. Der regelmäßige Wechsel zwischen den Orten - so dachte ich - hält bestimmt die Spannung aufrecht und die Geschichte verspricht Herausforderungen, aber………..das Spiel entpuppte sich als das genaue Gegenteil.
Was stört: Die Charaktere fühlen sich gezwungen, mir in langatmigen Dialogen (eine halbe Stunde pro längerem Geschwafel ist durchaus realistisch) etappenweise den gesamten Ablauf der Trennung von Stark und Arcadia zu erzählen. Sorry, aber ich will spielen, sonst könnte ich mir gleich ein Hörbuch kaufen!!! Die Point & Click Elemente sind teilweise so abstrus, dass man als normal tickender Mensch in hundert Jahren nicht darauf kommt. Einige Gegenstände sind gar nicht zu sehen.
Außerdem verzweigen sich die Handlungsstränge dermaßen in Kleinkram, dass es irgendwann keinen Spaß mehr macht (z. B. Du musst ein Relikt finden, das ein Drache besitzt. Um herauszufinden, wo der Drache ist, musst du ein Buch lesen. Dadurch erfährst du, dass er im Meer wohnt. Um den genauen Ort herauszufinden, rede mit einem alten Seemann. Bevor du dann das Schiff klar machen kannst, das dich zum Drachen bringt, musst du einen Zauberer besiegen, der den Wind gefangen hält. Dazu heißt es, erst sein Labyrinth zu überwinden, etc. etc. Hochgerechnet auf 5 oder mehr Artefakte, die es zu finden gilt, ein langwieriges Unterfangen…………..).
Von mir gibt es dafür ein glattes Durchgefallen!