Trotz unserer modernen Zeiten funktioniert der Computer leider nicht nach dem Prinzip: Ich stecke die Hardware rein und es läuft. Mal ehrlich, das wäre auch eindeutig zu einfach! Stattdessen quäkt es im Gerätemanager aufdringlich nach einer Treiberaktualisierung und hässliche gelbe Fragezeichen verunstalten den Gesamteindruck. Wäre kein Problem, wenn sich die passende Datei schnell finden ließe, aber in der Realität sieht es meist so aus, dass wir uns nach frustrierender Suche langsam mit dem Gedanken anfreunden, im Notfall eben auf den Sound (oder Vergleichbares) zu verzichten. Wozu überhaupt Computer? Greifen wir doch wieder zu Lexikon, elektrischer Schreibmaschine und Schiefertafel!!! Schont zumindest die Nerven.
Aber nun zum eigentlichen Thema. Wie finde ich den Treiber zum Glück? Dazu gibt es drei Wege (vom Goldenen zum Rostigen):
A) In die Schachtel greifen und eine CD mit funktionierenden Treibern herausziehen. Danach dem Weihnachtsmann die Kekse hinstellen und ins Bett gehen……………..
B) Die Grafikkarte, das Motherboard oder vielleicht der Drucker wurden von einer Firma hergestellt, die sich mit einem Blick auf das Objekt erkennen lässt. Darüber hinaus ist dieser Hersteller seinen Kunden wohl gesonnen und stellt auf seiner Homepage die benötigten Treiber zum Download zur Verfügung. Unter der Voraussetzung, dass er auch noch für das richtige Betriebssystem ist und der Download tatsächlich funktioniert, würde ich das einen Volltreffer nennen.
Sind alle diese Punkte erfüllt, reicht ein Klick auf die entsprechende Firmen-Homepage (unter Service/Support/Downloads) oder ein Blick auf treiber.de
C) Jetzt die wirklich harte Nuss: Die ominöse CD existiert nicht, die Firma lässt sich nicht erkennen (oder ist eine billige Tochtergesellschaft einer größeren Firma) oder wir finden zwar den richtigen Hersteller, aber dessen Treiber funktionieren trotzdem nicht (bzw. werden nur für ein Betriebssystem angeboten, das wir nicht haben).
Was tun? Nachdem wir aufgehört haben zu weinen und uns die Haare zu raufen, heißt es etwas Geduld investieren – und google aufsuchen! Dann geht es ans Eingemachte. Die Übersicht ist repräsentativ (sämtliche Probleme tauchen selten geballt auf):
1. Problem: Wir brauchen einen ersten Anhaltspunkt, sprich für welches Produkt suchen wir überhaupt. Lösung: Also eingeben, was wir haben. Das kann der Aufdruck auf dem Gerät sein, die Seriennummer oder eine andere Reihe von Zahlen und Buchstaben. Hauptsache am Ende stehen wir mit einem namhaften Hersteller und einer relativ exakten Produktbezeichnung da. Ist der Computergott gnädig gestimmt, reicht das schon. Falls nicht…
2. Problem: Auch dieser Hersteller hat den passenden Treiber nicht oder er funktioniert nicht. Lösung: Wir suchen erneut über google unter den Schlagworten „Treiber“ und „(Produktbezeichnung)“. In der Regel findet sich in irgendeinem der zahlreichen Foren jemand der das gleiche Problem hat und ein anderer, der einen passenden Treiber (der auf den ersten Blick nichts mit unserem Gerät zu tun hat) kennt. Meist liefert derjenige gleich einen Download-Link mit. Wenn nicht suchen wir eben auf eigene Faust.
3. Problem: Alle Bemühungen Fehlanzeige. Lösung: Wir müssen eventuell nach Einzelkomponenten forschen. Am Beispiel Motherboard hieße das, wir bräuchten die Bezeichnungen für den Chipsatz, den Sound-on-board und alles was uns sonst noch im Gerätemanager nervt. Am effektivsten klappt das über die google-Suche „(Produktbezeichnung)“ und „Datenblatt“. Haben wir hier Erfolg, geht es wieder von vorne los bei 1. und 2.
VIEL SPASS UND NICHT VERZWEIFELN!